Von Arran bis Hadrian's Wall – und dazwischen Champions League

Oktober 2017. Diese Reise hatte alles: eine Insel, die südlichste Destillerie Schottlands, römische Geschichte und – das absolute Highlight – Celtic gegen Bayern München in der Champions League. Ein Trip, den wir nie vergessen werden.

Anreise & Glasgow

easyJet von Berlin Schönefeld nach Glasgow. Mietwagen war ein Opel Astra von Sunny Cars. Erste Nacht im Novotel Glasgow, abends die Stadt erkunden.

Isle of Arran – Schottland im Kleinen

Mit der CalMac-Fähre (15 GBP) nach Arran. Die Insel wird oft als „Schottland im Kleinen“ bezeichnet: Highlands im Norden, Lowlands im Süden, alles auf 430 Quadratkilometern. Die Arran Distillery in Lochranza liegt spektakulär am Ende einer Bucht, umgeben von Bergen. Ein unabhängiger Produzent mit hervorragendem Single Malt.

Ayrshire & der Süden

Zurück auf dem Festland übernachteten wir im Mercure Ayr Hotel. Am nächsten Tag ging es nach Süden:

Arran und Bladnoch bei Amazon.

Hadrian's Wall – Teil 2

Wie schon 2009 machten wir einen Abstecher zu Hadrian's Wall. Die römische Grenzmauer übt eine Faszination aus, der man sich nicht entziehen kann. Beim zweiten Besuch entdeckt man Details, die man beim ersten Mal übersehen hat.

Glasgow Distillery

Zurück in Glasgow besuchten wir die Glasgow Distillery – damals noch relativ jung, aber mit grossen Ambitionen. Wenige Jahre später würden wir hier unser eigenes Fass kaufen. Aber das ist eine andere Geschichte (siehe Glasgow 2025).

Celtic vs. Bayern München – Champions League!

Jetzt wird’s bitter. Oder eigentlich: erst bitter, dann großartig. Celtic gegen Bayern München in der Champions League, Halloween-Abend – und wir sind in Glasgow. Klingt perfekt, oder? War es auch. Fast.

Wir haben alles versucht, um an Tickets zu kommen. Online, Vorverkauf, Nachfragen an der Kasse, sogar vage Hoffnungen auf Schwarzmarkt-Angebote. Ergebnis: ausverkauft. Restlos. Komplett. Nada. 60.000 Plätze im Celtic Park und nicht einer für uns. Wenn du jemals wissen willst, was Frustration bedeutet – steh an einem Spieltag vor einem ausverkauften Stadion, hör die Fans singen und halte ein leeres Portemonnaie in der Hand, das bereit gewesen wäre, jeden Preis zu zahlen.

Plan B: ein Celtic Pub in Glasgow. Und wisst ihr was? Es war grandios. Der Laden war gerammelt voll mit Fans, die genauso leer ausgegangen waren wie wir. Und genau das machte die Stimmung so besonders – hier saßen Hunderte, die alle dasselbe Schicksal teilten, und verwandelten ihre Enttäuschung in eine Atmosphäre, die dem Stadion in nichts nachstand. Bei jedem Tor wurde gebrüllt, bei jedem Foul geflucht, und die Pints flossen schneller als Celtic kontern konnte. Am Ende war es einer der unvergesslichsten Fußballabende überhaupt – auch ohne Stadion.

Praktische Tipps

„Arran im Herbst, Bladnoch im Süden und Celtic vs. Bayern – im Pub statt im Stadion, aber trotzdem unvergesslich. Das war unser 2017.“
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